Architektur

Der Ansatz DOME – Distributed Object Model Environment – beschreibt ein Modell für ein verteiltes System, das speziell auf die Belange der Automation ausgerichtet ist. Neben dem Verteilungsaspekt wird eine Objektorientierung der Applikation verfolgt, wodurch ein hoher Grad an Wiederverwendbarkeit der umgesetzten Algorithmen auf einem hohen Abstraktionsniveau ermöglicht wird.

Eine DOME-Applikation besteht aus einem Netzwerk von Objekten, die über explizite Schnittstellen in Form von Ports verfügen. Ein Objekt bietet Dienste über sogenannte Service-Ports an; Dienst-nutzende Schnittstellen werden als Required-Ports bezeichnet.

Die Link-Objekte werden im Applikationsentwurf zunächst als Platzhalter eingesetzt und erst zur Laufzeit der Applikation automatisch instantiiert. Dadurch wird gewährleistet, dass die Automations-Objekte nahezu beliebig auf den beteiligten Hardware-Komponenten platziert werden können.

Ein weiteres Merkmal des DOME-Ansatzes ist die Introspektion der Teil-Applikation auf jedem Hardware-Knoten. Dadurch kann die Struktur der gesamten verteilten Applikation, d.h. alle Objekte und deren Verbindungen, ergründet werden.

Die Objekte werden auf einem Hardware-Knoten in einem oder mehreren Rechenprozessen abgearbeitet, wobei sie untereinander entsprechend der automatisierungstechnischen Bedürfnisse verbunden werden. Folgende Kopplungsgrade werden unterstützt:

  • Prozess-lokal
    • Synchron (aufrufender Port blockiert, Rückgabewerte auswertbar)
    • Asynchron (aufrufender Port wartet nicht)
  • Interprozess (auch über Knoten hinweg)
    • Synchron
    • Asynchron